FAQ Zwischenprüfung

Wann erfolgt die Zwischenprüfung in der Ausbildung?
Der Abschluss Industriekaufmann/Industriekauffrau ist staatlich anerkannt und einer der  kaufmännischen Ausbildungsberufe mit den meisten Auszubildenden. Im Jahr 2002 ist diese Ausbildung reformiert und modernisiert worden. Nach der Hälfte der Ausbildung wird zunächst eine Zwischenprüfung absolviert.

Welche Art von Aufgaben werden in der Zwischenprüfung verwendet?
Diese Prüfung ist ein Multiple Choice Test.  Dabei soll zum Beispiel aus fünf Antwortmöglichkeiten die richtige Antwort angegeben werden. Die Aufgaben stellen dabei praxisbezogene Aufgaben und Fälle dar.
Zusätzlich sind Rechenaufgaben, Zuordnungsaufgaben sowie Reihenfolgeaufgaben vorhanden.

Wie lange dauert die Zwischenprüfung und aus welchen Themengebieten stammen die Fragen?
Die Zwischenprüfung dauert 90 Minuten und beinhaltet Aufgaben und Fragen aus den Bereichen „Beschaffung und Bevorratung“, „Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Kosten- und Leistungsrechnung“. Auch Lerninhalte der Berufsschule sind Gegenstand der Prüfung.

Welche Bedeutung hat die Zwischenprüfung?
Diese Prüfung dient dem Auszubildenden insbesondere zur Überprüfung des eigenen Leistungsstandes. Durchfallen kann man hier nicht. Das Ergebnis geht auch nicht in das Ergebnis der Abschlussprüfung ein. Allerdings ist die bloße Teilnahme Voraussetzung für die spätere Teilnahme an der Abschlussprüfung.

Wann erhalte ich das Ergebnis der Zwischenprüfung?
Das Ergebnis der Zwischenprüfung wird nach einigen Wochen an den ausbildenden Betrieb verschickt.

Was passiert, wenn ich eine sehr schlechte Zwischenprüfung geschrieben habe?
Rechtlich hat ein schlechtes Ergebnis keine Folgen. Sie können aber davon ausgehen, dass der Ausbildungsbetrieb Sie zu höheren Leistungen anspornen wird.

Wo kann ich die Fragen meiner Zwischenprüfung einsehen?
Beim U-Form-Verlag in Solingen können Sie einige Wochen nach der Prüfung die Original-Prüfungsbögen kaufen.

Wann genau finden die zukünftigen Zwischenprüfungen statt?
Frühjahr 2018 – Mi. 28. Februar 2018 (Beginn um 11 Uhr)
Herbst 2018 – Mi. 26. September 2018 (Beginn um 11 Uhr)
Frühjahr 2019 – Mi. 20. März 2019 (Beginn um 11 Uhr)
Herbst 2019 – Mi. 25. September 2019 (Beginn um 11 Uhr)
Frühjahr 2020 – Mi. 18. März 2020 (Beginn um 11 Uhr)

Welche Inhaltsbereiche werden geprüft?
Es wird in den Bereichen
  • Beschaffung und Bevorratung
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Kosten- und Leistungsrechnung
    geprüft.

Dazu kommen weitere Inhaltsbereiche:

  • Der Ausbildungsbetrieb (z. B. Berufsbildung, Sicherheit, Umweltschutz)
  • Geschäftsprozesse und Märkte (z. B. Märkte, Kunden, Produkte)
  • Information, Kommunikation, Arbeitsorganisation (z. B. Informationssysteme, Teamarbeit)
  • Integrative Unternehmensprozesse (z. B. Logistik, Qualität, Controlling)
  • Personal (z. B. Rahmenbedingungen)

Zudem werden die Lerninhalte der Berufsschule bis zu diesem Zeitpunkt einbezogen.

Wie erfolgt die Anmeldung zur Prüfung?
Der Ausbildungsbetrieb meldet den Auszubildenden mehrere Monate vor der Zwischenprüfung bei der zuständigen IHK schriftlich an.


Wie werden die Ergebnisse bewertet?
Der Aufgabensatz enthält ca. 40 Aufgaben. Bei maximal 100 Punkten bringt jede Aufgabe 2,5 Punkte. Nur bei Reihenfolge und Zuordnungsaufgaben werden Teilpunkte vergeben.
Die erzielten Punkte werden zu einem Gesamtwert addiert, ohne dass eine Note bestimmt wird.
Liegen die Ergebnisse im Bereich von 100 – 67 Punkten entsprechenden die Leistungen den Anforderungen. Unter 67 bis 50 Punkte bestehen Mängel, so dass die Leistungen verbessert werden sollten. Bei unter 50 Punkten genügen die Leistungen nicht den Anforderungen.


Erhält man einen Nachweis für die Teilnahme?

Ja. Die zuständige Kammer erstellt eine Teilnahmebescheinigung. Die Auswertung erfolgt für die Inhaltsbereiche, sodass Schwachpunkte erkannt werden können.

Muss ich bei schlechten Leistungen die Zwischenprüfung wiederholen?
Nein. Ein Durchfallen ist nicht möglich. Da keine Mindestpunktzahl erreicht werden muss, ist keine Wiederholung notwendig.